Wir leben in religiös aufgeladenen Zeiten.
Steht wenigstens ab und zu in der Zeitung. Oder es kommt im Fernsehen. Ja, klar, schließlich sind wir alle Papst. Oder finden wenigstens, dass der Dalai Lama “so ein netter Kerl” ist. Toll!
Ja, ja, spirituell -sind wir…absolut…hmm, ein bisschen wenigstens.
Ein bisschen “lieber Gott”, ein bisschen “dann im nächsten Leben” und etwas “ich glaube an was Höheres”… Irgendwie religiös! Religiös?
Drauf geschissen!
Religiös? Nein, bin ich nicht! Will ich auch nicht!
Was ich mir nicht erklären kann, mag ich mir auch nicht mit der Chiffre “Gott” schönreden.
Aber anfragen lassen, mag ich mich schon. Über das, was mich berührt, nach dem Sinn, über meine Freiheit, die oft nur Abhängigkeit von irgendwas ist.
Wenn ich die Chiffre vergesse, dann fragt mich einer persönlich, einfach direkt.
Jesus ist mal gefragt worden, was denn das höchste Gebot sei, die entscheidende Regel quasi.
Tja, hat er geantwortet, du sollst Gott, deinen Herren, lieben von ganzem Herzen und mit ganzer Kraft und mit allem, was in dir ist, und dann den Menschen neben dir – ganz genauso wie dich selber!
Vielleicht ist heute die schwerste Aufgabe die letzte. Sich selber lieben! Mit sich klarkommen und sich in Ordnung finden, mit all dem, was nur ich von mir weiß. Aber das führt dazu, dass da ein anderer seinen Daumen draufhält: weil ich dich liebe, verstehe ich nicht, warum du das nicht selber mal versuchst!
Das ist eine Aussage! Stark! Und wahrscheinlich bin deshalb nicht religiös, sondern Christ.